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KAJA und ARIAN

Es sind kaum zwei Jahre her, da tobte ARIAN mit seinen gleichaltrigen Artgenossen ARTHOS und AGONIS durch die Freianlagen, wobei sie die erwachsenen Braunbären nur als Spielkameraden sahen. Mittlerweile sind die einstigen Selfie-Bären aus Albanien dem Welpenalter entwachsen und allen voran ARIAN entwickelt gerade ein reges Interesse an der holden Weiblichkeit. Besonders die ehemalige Zirkusbärin KAJA hat es ihm angetan. Nun hat sich die Paarungszeit dem Ende geneigt, doch in den letzten Wochen haben der junge Wilde und die alte Dame recht eingängig gezeigt, was bärig wirklich bedeutet – denn so sagt man zu den Bären, wenn sie von Frühlingsgefühlen erfüllt sind.

Bärennachwuchs in Gefangenschaft? Nein, das kommt für uns natürlich nicht in Frage, da wir entschieden gegen die Zucht von Wildtieren sind, daher ist ARIAN, so wie alle anderen männlichen Vierbeiner, kastriert. Dennoch beschert seine jugendlich stürmische Libido der guten, alten KAJA einen so genannten zweiten Frühling. Sie ist mit 36 Jahren die älteste Bärin in unserem Tierschutzprojekt, lebte fast 30 Jahre davon qualvoll im Zirkus. Die unnatürlichen Zustände haben noch heute gravierende Auswirkungen auf das unschuldige Tier und so verfällt KAJA immer mal wieder in stereotypes Verhalten, bei dem sie die beklemmenden 4x4 Meter ihres alten Käfigs abläuft. Daher ist es aus verhaltensbiologischer Sicht höchst interessant zu beobachten, wie sie im hohen Alter viele Instinkte zu einem gewissen Teil reanimieren kann. Winterruhe, Futtersuche, soziale Kompetenz – und nun, wohl zum ersten Mal in ihrem Leben – legt sie ein bäriges Verhalten an den Tag.

Die Interaktionen zwischen ARIAN und KAJA zeigen einmal mehr, wie sich Wildtiere auch im hohen Alter noch weiter entwickeln können und wie wichtig es ist, ihnen eine naturnahe Umgebung zu bieten. Wir bedanken uns daher von Herzen bei all den Paten, Spendern und Unterstützern, die uns dies ermöglichen und dabei helfen, sich für die Akzeptanz freilebender Wildtiere einzusetzen.

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