RANZZEIT bei Wolf und Luchs

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Wenn die Spannung steigt, Rivalen diskutieren und jede Menge Hormone im Spiel sind: die Ranzzeit oder Paarungszeit sowohl bei Luchsen als auch Wölfen findet stets Anfang des Jahres statt. Doch warum? Was passiert währenddessen im Leben der Vierbeiner? Wo gibt es Unterschiede zwischen Luchs und Wolf? Und wie verhält sich die Ranzzeit in unseren Projekten?

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Unschuldiger Wolf zum Abschuss freigegeben

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Statement zur Ausnahmegenehmigung des Umweltministerium Baden-Württemberg, um den im Nordschwarzwald ansässigen Rüden GW2672m durch ein spezialisiertes Jagd-Team entnehmen zu lassen (siehe Umweltministerium BW)

Wir als STIFTUNG für BÄREN - Wildtier- und Artenschutz sehen keine Rechtfertigung für den geplanten Abschuss.

Zum einen sind Hunde grundlegend Konkurrenz für den Wolf, wenn sie sich in seinem Revier befinden. Dass er nun gesteigertes Interesse an läufigen Hündinnen während der Ranzzeit zeigt ist ebenfalls kein auffälliges Verhalten, im Gegenteil, es zeigt, wie wichtig es wäre, wenn sich eine Fähe in der Region aufhalten würde. Es ist zudem kein Zwischenfall zu verzeichnen, der den Abschuss in irgendeiner Form sinnvoll erscheinen lässt, zumal er zu scheu war, um sich einfangen zu lassen. Auch sind misslungene Einfangversuche keine Bestätigung dafür, dass eine Vergrämung fehlschlug. Die Vergrämung eines Wolfs ist ein langer Prozess, der darauf basiert, das Tier, seine Gewohnheiten und allen voran den Ursprung der positiven Konditionierungen zu kennen und zu eliminieren. In der Begründung des Umweltministeriums Baden-Württemberg heißt es jedoch, es sei ein Wolfstourismus entstanden, es würde die Gefahr bestehen, wenn Menschen ihn anfüttern und Fotos mit ihm machen würden. Dies wäre der Ansatzpunkt, nicht die Entnahme des Wolfs. Doch statt dem Tier seinen natürlichen Lebensraum zu zugestehen, soll es für potentielles, menschliches Fehlverhalten bestraft werden. Aber dieses Verhalten der Menschen, welches Ursprung der positiven Konditionierung ist, ändert sich nicht durch die Entnahme des Wolfes, sondern durch eine Änderung des menschlichen Fehlverhaltens. Die Vergrämungsmaßnahmen wurden daher offensichtlich nicht im entferntesten in jenem Umfang versucht, der eine Entnahme gemäß Managementplans rechtfertigen würde. Diese Entscheidung hinterlässt einen besorgniserregenden Nachgeschmack.

Zoo, rück in die Zukunft

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Der Zoo - Begegnungsstätte zwischen Mensch & Natur oder Symbol für Kontrollzwang? Seit über 40 Jahren wächst die Kritik an der Institution Zoo. Seitdem wurden viele Neuerungen etabliert, besonders die großen zoologischen Gärten lassen sich Imagepflege in Millionenhöhe kosten. In der Werbung heißt es, Zoos sind Orte der Erholung, der Bildung, der Forschung und nicht zuletzt des Artenschutzes. Schließlich schützt man das, so heißt es, was man kennt. 

Dies versprechen moderne Zoos, doch was ist dran? Werfen wir einen Blick in das Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz - BNatSchG):

§ 42 Zoos: Zoos sind dauerhafte Einrichtungen, in denen lebende Tiere wild lebender Arten zwecks Zurschaustellung während eines Zeitraumes von mindestens sieben Tagen im Jahr gehalten werden.

Und genau so ist es. Dieser Text beschreibt die Institution Zoo perfekt. Die Idee eines Zoos war und ist immer, Tiere aus der Wildnis auszustellen, um sie in Gefangenschaft anzusehen, ohne in die Natur gehen zu müssen. Punkt. Nun wuchs aber in den 80ern durch Philosophen wie Peter Singer die Kritik an der Haltung von Wildtieren, weil den Tieren zunehmende Fähigkeiten zugestanden wurden, Gefühle wie Angst, Trauer, Zuneigung, familiäre Bindung. In diesem Zusammenhang klinkt sich die Moral ein und wirft die Frage auf, wo fängt Tierleid an? Welche Rechte dürfen wir Menschen den Tieren zugestehen?

Mit wachsender Empathie gegenüber Tieren auf der einen und dem Washingtoner Artenschutzabkommen auf der anderen Seite kam die Institution Zoo in Handlungszwang. Das Image wurde poliert, die Wichtigkeit als kulturelle Begegnungsstätte gefestigt.

Doch die Kritik verstummt nicht. Im Gegenteil. Die Fakten, die nahelegen, das System Zoo grundlegend zu modernisieren oder auslaufen zu lassen überwiegen der Rechtfertigung, daran festzuhalten. Aber genau hier liegt der entscheidende Faktor: Zoos sind keine wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen, sondern Wirtschaftsbetriebe, die mit einer sehr beliebten Ware handeln: Tieren. Die Debatte über das Modell Zoo kann nicht auf faktischer Ebene geführt werden, sondern auf einer soziokulturellen. Und um die Zukunft von Zoos und Tierparks zu retten, müssen die Einrichtungen im Grunde genau das werden, was sie eigentlich schon immer von sich behaupten: eine Begegnungsstätte zwischen Mensch und Natur.

Wie das gehen kann, warum das aktuell nicht der Fall ist und wie aus Alternativen zum Zoo Visionen für die Zukunft werden können, darum geht es in diesem Beitrag: 

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